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AGFK Bayern veröffentlicht neue Broschüre “WirtschaftsRad”

Matthias Dießl, Vorsitzender der AGFK Bayern, und sein Stellvertreter Michael Busch stellten am gestrigen 07. Juni auf dem Bayerischen Landkreistag die neue Broschüre WirtschaftsRad der AGFK Bayern vor. Mit ihr möchte der Verein seinen Mitgliedskommunen wertvolle und wissenschaftlich fundierte Informationen an die Hand geben und helfen, allgemeine Vorbehalte gegenüber aktiver Radverkehrsförderung abzubauen.

Das Fahrrad ist Deutschlands meist verbreitestes Verkehrsmittel und steht praktisch jeder Bürgerin und jedem Bürger kostengünstig und einfach zur Verfügung. Schnell sind mit dem Rad Entfernungen von 5 km zurückgelegt; eine Distanz, die 60% aller Autofahrten nicht überschreiten. Der Ausbau des innerstädtischen Verkehrsraums folgt auch heute noch oft der alten Devise der „autogerechten Stadt“: Mehr motorisierter Verkehr = mehr Kaufkraft in den Kommunen.

Die Broschüre Wirtschaftsrad räumt mit diesen einfachen Wahrheiten aber auf: Radfahrer kommen z.B. als Kunden viel öfter– und kaufen oft auch spontan ein; der schnelle Halt mit dem Rad ist einfacher als mit dem Auto. Außerdem nimmt man Geschäfte und Auslagen auf dem Rad natürlich viel besser wahr. Ein geringerer Bedarf an Verkehrsraum lässt mehr Platz für Außengastronomie und schafft so Kaufkraft in den Stadtzentren, die aufs Rad setzen. Auch die direkten wirtschaftlichen Effekte spielen eine Rolle: So sind z.B. Radhändler und -hersteller bei über 4,1 Mio. verkauften Rädern pro Jahr bedeutende Wirtschaftsakteure geworden.

Auf 12 Seiten stellt die Broschüre “WirtschaftsRad” eine Sammlung thematischer Studien und anschaulicher Grafiken bereit. Gängige Einwände gegenüber ernsthafter Radverkehrsförderung lassen sich so sachlich entkräften und tragen zur Bildung eines gemeinsamens Konsens bei. So fasst die Broschüre den aktuellen Stand der Forschung der direkten, indirekten und induzierten wirtschaftlichen Effekte des Radverkehrs zusammen. Dabei geht es um harte Fakten, die eruiert und belegbar sind – ein vollständiges Quellenverzeichnis rundet die Broschüre ab. Die AGFK Bayern zeigt mit dieser Publikation, dass es bei der Radverkehrsförderung in ihren Mitgliedskommunen also nicht nur um Umweltaspekte und Lebensqualität geht. Fahrradfreundliche Kommunen werden durch eine Umorientierung des Verkehrs hin zum Umweltverbund keinesfalls ökonomisch schwächer, sondern profitieren auch wirtschaftlich in hohem Maße.

Die Broschüre ist digital im Dokumentenbereich der AGFK Bayern zu finden. Für Papierexemplare wenden Sie sich bitte per Mail an die AGFK Bayern.

 

Veröffentlicht am: 08.06.2016