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Verkehrsminister Joachim Herrmann unterstützt Ziele der AGFK Bayern

Schon fast traditionell tauschte sich Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann im Rahmen der Reise- und Freizeitmesse f.re.e am 11.2. in München mit Bürgermeister/innen und Landräten der Mitgliedskommunen zur Zukunft des Radverkehrs im Freistaat Bayern aus. Der Minister machte dabei deutlich, dass er den Verein dabei unterstützt, einen bayernweiten Radverkehrsanteil von 20% im Jahr 2025 zu erreichen (aktuell: ca. 11%). Herrmann nannte die Ziele zwar „ehrgeizig“, stellte aber heraus, dass mit dem neuen Radverkehrsplan Bayern konkrete politische Maßnahmen erarbeitet werden, um den Verein bei der Erreichung der Ziele zu unterstützen. Die AGFK Bayern ist für Joachim Herrmann bei der Radverkehrsförderung in Bayern ein wichtiger Partner: Insbesondere bei den Lückenschlüssen im Radwegenetz baut der Freistaat auch auf die Kommunen. Der Verein soll außerdem Input zu möglichen experimentellen Verkehrsplanungen in die Oberste Baubehörde des Innenministeriums einspeisen. Im nächsten Jahr möchte Herrmann außerdem zusammen mit der AGFK Bayern einen Kongress zum Radverkehr in Bayern ausrichten.

Der Innenminister verwies darauf, dass die strategische Ausrichtung des neuen Radverkehrsplanes nicht zuletzt auch auf der Landtagsanhörung der AGFK Bayern mit dem ADFC Bayern und und anderen Organisationen im Herbst 2014 beruht: Der Input der Verbände hat zusammen mit einer Online-Umfrage des Ministeriums die drängendsten Punkte zur Steigerung des Radverkehrs aufgezeigt. Ausbau der Infrastruktur, eine übergreifende Radwegenetzplanung, Wegweisungen und bessere Abstellmöglichkeiten sind Kernpunkte, die abgedeckt werden sollen.

Die beinahe 60 anwesenden Gäste der Veranstaltung nahmen die Ankündigungen des Ministers wohlwollend zur Kenntnis, gaben aber zu bedenken, dass für die Ziele des Radverkehrsplans Bayern und die Aufgaben innerhalb der Kommunen finanzielle Fördermöglichkeiten bereitgestellt werden müssen. Auch die nicht-investiven Maßnahmen für einen Bewusstseinswandel im Radverkehr sowie die vereins- und verbandsübergreifende Arbeit seien wichtige Bestandteile einer nachhaltigen Radverkehrsförderung.

Erfreulich aus Sicht des Vereins war außerdem die Ankündigung, dass das Ministerium auch in diesem Jahr – und perspektivisch auch die nächsten Jahre- das STADTRADELN Bayern perspektivisch wieder unterstützt.

 

Neue Führung des Vereins

Im Rahmen der f.re.e. stand auch eine Mitgliederversammlung an, um den Posten des/der Vorstandsvorsitzenden neu zu besetzen, nachdem Marlene Wüstner am 1.3. in den Ruhestand geht und damit den Vorsitz des Vereins abgibt. Als neuer Vorsitzender der AGFK Bayern wurde Landrat Matthias Dießl (LK Fürth) gewählt. Neu in den vierköpfigen Vorstand wurde außerdem Susanne Lender-Cassens (Bürgermeisterin Stadt Erlangen) gewählt. Vorstandsmitglied Landrat Michael Busch (LK Coburg) wurde im Amt bestätigt. Weitere Information dazu erfolgen dann Anfang März, wenn der neue Vorstand seine Arbeit offiziell aufnimmt.

 

 

 

 

Veröffentlicht am: 15.02.2016