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Radwelten: Best Practice Fahrrad und Integration I

Vor allem durch das ehrenamtliche Engagement vieler Bürgerinnen und Bürger konnte ein wesentlicher Anteil zur Integration von Migranten und Flüchtlingen durch das Fahrrad geleistet werden. Hier sollen nur zwei der unzähligen Projekte herausgestellt werden um zu zeigen, wie einfach solche Maßnahmen in weiteren Kommunen umgesetzt werden können. Der ADFC München hat eine eigene Arbeitsgruppe „Asyl“ eingerichtet, welche sich vornehmlich mit den Fragen der Ausbildung von Multiplikatoren, der Verkehrssicherheit und der Beschaffung von Rädern befasst. Besonders ist hier der Einsatz der Familie Schweiger zu nennen, die viele Fahrradkurse und Fahrradausflüge durchgeführt haben. Aufbauend auf ihren Erfahrungen haben sie einen hilfreichen Fragenkatalog zusammengestellt, der die Förderung der Mobilität von Asylbewerbern abbildet. Der Flyer ist hier einzusehen.

Neben Fahrradkursen für Flüchtlinge, die noch nicht Fahrradfahren können, ist ein weiteres bewährtes Element der Fahrradintegration die Einbettung von sogenannten Repaircafés, oder Fahrradwerkstätten in bestehende Unterkünfte. Die Initiative Rückenwind e.V. ist in Berlin mit solch einem Modell sehr erfolgreich und zeigt auf, wie die Integration von Neuankömmlingen durch das Fahrrad funktioniert. Durch die Interaktion und Instruktion bei der Fahrradreparatur werden Geflüchtete aktiv mit einbezogen, erhalten eine sinnvolle Beschäftigung und können zudem Deutsch assoziativ lernen. Eines der Ziele der Initiative ist darüber hinaus Teilnehmende langfristig im Arbeitsmarkt der Fahrradbranche unterzubringen.

(Fotos: ADFC München, Waltraud Schweiger und Rückenwind e.V.)

Veröffentlicht am: 18.03.2016