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Andere Räder, andere Sitten. AGFK Bayern startet Kampagne “Radwelten”

Wie können die bayerischen Kommunen bei der Bewältigung der zunehmenden Zuwanderung sinnvoll durch die AGFK Bayern unterstützt werden? Die AGFK Bayern fördert den Radverkehr nicht nur für einheimische Radfahrerinnen und Radfahrer, sondern möchte auch Menschen zur nachhaltigen Mobilität bewegen, die erst neu im Land sind, oder nur vorübergehend hier bleiben. Mit der Kampagne „Radwelten“ werden Werkzeuge und Hintergründe bereitgestellt, die der Förderung der Mobilität auf zwei Rädern von Geflüchteten, Migranten aber auch Touristen dient. Die Kampagne besteht dabei aus 3 Elementen:

FAQs

Die FAQs gehen auf häufig gestellte Fragen ein, die aufkommen können, wenn nicht-Deutsche Bürgerinnen und Bürger in Deutschland auf dem Fahrrad unterwegs sind. Hier werden wichtige Fragen beantwortet, die bei Kommunen und Bürgerschaft aufkommen können, wenn es um das Thema ausländische Bürgerinnen und Bürger und Fahrrad geht. Dies reicht von Flüchtlingsradwerkstätten, über Tipps für die Umsetzung von Verkehrserziehung, bis zu Wissenswertem in Sachen Haftungs- und Versicherungsfragen. Weiterhin klären die FAQs beispielhaft über Fahrradkulturen in verschiedenen Ländern auf, um die Kontexte dieser Nationen anschaulich zu machen und darzustellen, welchen Stellenwert das Fahrrad einnimmt. Neben Syrien, dem Herkunftsland mit der größten Anzahl an Asylbewerbern in Deutschland, wird auch die Radkultur in der Türkei (als Haupteinwanderungsland), sowie China (als beliebtes Touristenland) beleuchtet. Ziel ist es, für Kommunen, Ehrenamtliche und Bürgerschaft verständlich zu machen, wie Neuankömmlinge das Fahrrad sehen, um die eigene Sicht zu relativieren und besser auf Unterschiede eingehen zu können

Best Practice

Unter der Rubrik Best Practice werden unterschiedliche Paradebeispiele für erfolgreiche Projekte zur Fahrradintegration aufgelistet, die als Leitfaden für eigene Umsetzungen Orientierung geben soll. Für den Wissenstransfer zwischen den Kommunen werden zudem andere Best-Practice Modelle auf der Webseite verlinkt und zusammengeführt. Können Kommunen die Infobroschüren an ihre Ehrenamtlichen oder Flüchtlingseinrichtungsleitungen weitergeben, stellen die Modellbeispiele auch einen Austausch dar, der verschiedene Ideen vorstellt und zur Umsetzung anregt.

Informationsflyer

Im letzten Segment führt die AGFK Bayern die bereits im Umlauf befindlichen Informationsflyer in unterschiedlichen Sprachen zusammen, die über Verkehrsregeln und Verhalten auf der Straße für neue Fahrradbegeisterte aufklären. In den letzten Monaten haben sich immer mehr Eigeninitiativen zum Thema Flüchtlinge und Fahrradfahren gebildet. Mit der anschaulichen Verlinkung der äußert hilfreichen Broschüren, die insgesamt in 15 Sprachen vorhanden sind und die Hauptherkunftsländer momentaner Zuwanderung abdecken, wird den AGFK Kommunen darüber hinaus ein hilfreiches Tool an die Hand gegeben, um sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Die Zusammenstellung der Best-Practice Beispiele ist ein dynamisches Werkzeug, welches sich den aktuellen Bedürfnissen anpassen kann.

Ziele der Onlinekampagne sind: Information der Radverkehrsbeauftragten und Verwaltungen, Entlastung von Kommunen und Ehrenamtlichen, Infos für Bürgerschaft, Infos zum Weitergeben für Unterkünfte/Einrichtungen. Die einzelnen Bausteine der Kampagne werden nach und nach publiziert.

 

Die Kampagne stellt keine Rechtsberatung dar. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

Veröffentlicht am: 08.03.2016