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Landkreis Augsburg: Maßnahmen für die kommenden Jahre

Der Landkreis Augsburg möchte in den kommenden Jahren die Nahmobilität weiter fördern. Herr Thomas Huber, Radverkehrsbeauftragter des Landkreises berichtet über die angestrebten Aufgaben:

Der Landkreis Augsburg hat in den letzten Jahren vielfältige Aktivitäten zur Förderung des Radverkehrs realisiert. Neben dem Ausbau von Radverkehrsinfrastruktur auf den Kreisstraßen sind hier die Ausweisung von verschiedenen Routen im Landkreis mit einem FGSV-Leitsystem sowie umfangreiche Arbeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit (Internetsite, Erfolgreiche Teilnahme am Stadtradeln Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“) anzuführen.
In den kommenden Jahren wird der Landkreis Augsburg die Förderung der Nahmobilität als ein wichtiges Ziel sowohl hinsichtlich der Mobilität als auch als bedeutender Standortfaktor der prosperierenden Wirtschaftsregion weiter systematisch fördern. Auf der Grundlage eines Grundsatzbeschlusses werden die existenten Arbeiten dem Planungsansatz „Radverkehr als System“ mit den vier Säulen Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation folgend in enger Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und den Gemeinden sowie dem Augsburger Verkehrsverbund systematisch umgesetzt werden. Dies beinhaltet folgende Hauptaufgabenfelder:

1. Die Förderung des Fahrradverkehrs als zentraler Baustein eines nachhaltigen multimodalen Mobilitätssystems wird als Querschnittsaufgabe zwischen den jeweiligen Fachämtern des Landratsamts, den kreisangehörigen Kommunen, dem AVV, der Deutschen Bahn AG, der Polizei und dem Staatlichen Bauamt angesehen. Hierzu werden u.a. durch den Arbeitskreis Radverkehr entsprechende Arbeits- und Abstimmungsstrukturen geschaffen.

2. In enger Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden wird ein zusammenhängendes Kreisradverkehrsnetz für den Alltagsverkehr und den Freizeitverkehr für den Landkreis Augsburg erstellt. Dieses Netz soll anschließend mit einem Leitsystem gemäß FGSV vor Ort visualisiert werden. Streckenabschnitte in Baulast des Landkreises werden sukzessive fahrradfreundlich gestaltet.

3. Das Landratsamt des Landkreises Augsburg wird hinsichtlich der Kriterien eines fahrradfreundlichen Arbeitgebers des ADFC fahrradfreundlich umgestaltet.

4. Gemeinsam mit den Kommunen des Landkreises werden fahrradfreundliche Standards für die einzelnen Aufgabenfelder Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation erarbeitet. Diese werden anschließend durch die jeweiligen Kommunen bzw. Baulastträger sukzessive umgesetzt werden. Damit unterstützt der Landkreis Augsburg die Kommunen im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung und trägt dazu bei, fahrradfreundliche Standards im gesamten Landkreis flächendeckend umzusetzen.

Mit diesen Maßnahmen nimmt der fahrradfreundliche Landkreis Augsburg seine Vorbildfunktion wahr und setzt zusätzlich im Rahmen seiner Aufgabenzuweisung gemeinsam mit den Kommunen Standards zur fahrradfreundlichen Gesamtentwicklung des Landkreises. Die oben genannten Planungen sollen interkommunal mit der angrenzenden Stadt Augsburg und dem Landkreis Aichach-Friedberg abgestimmt werden.

Veröffentlicht am: 20.11.2015