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Geschäftsführer Thomas Neubauer verabschiedet sich

Wechsel in der Geschäftsführung der AGFK Bayern

Nun darf ich mich „offiziell“ von Ihnen verabschieden. Zum 01.04.2017 übernimmt meine Nachfolgerin, Frau Sarah Guttenberger, die Geschäftsführung der AGFK Bayern. Seit der Vereinsgründung im Jahr 2012 ist in Bayern bei der Radverkehrsförderung viel geschehen. Die AGFK Bayern durfte sich bei vielen Punkten einbringen. So wur-de mit der Einrichtung eines Sachgebiets „Radverkehr, Nahmobilität“ bei der Obers-ten Baubehörde des Bayerischen Staatsministeriums des Innern für Bau und Verkehr das Thema Fahrrad und Nahmobilität auch auf Ministeriumsebene in einem ersten wichtigen Schritt organisatorisch fest verankert. Die wegweisenden Beschlüsse zur Radverkehrsförderung des Bayerischen Landtags haben im Jahr 2015 viele unserer Vorschläge aufgegriffen und die jährlichen Fachgespräche mit Staatsminister Herr-mann bieten den Kommunen die Möglichkeit, direkt in den Austausch mit dem Minis-ter zu treten. Dort wurde dann auch das Ziel formuliert, dass im Freistaat bis zum Jahr 2025 ein Radverkehrsanteil von 20 % erreicht werden soll. Diesem Ziel hat sich die Staatsregierung erfreulicherweise angeschlossen indem sie es als festen Bestandteil in das Radverkehrsprogramm 2025 aufgenommen hat.

In den letzten fünf Jahren ist nicht nur die Mitgliederzahl der AGFK Bayern stetig gewachsen, so dass wir in Kürze die 50. Kommune begrüßen dürfen, auch die Förderung des Vereins durch das Innenministerium hat sich deutlich positiv entwickelt. Damit wird die Arbeit der AGFK Bayern für mehr Radverkehr im Freistaat wesentlich unterstützt. Die Bewertungskommission des Vereins hat weit über 50 Bereisungen in unseren Kommunen durchgeführt und dabei jeweils ein Feedback zum Stand der Radverkehrsförderung in den Kommunen gegeben. Zehn Mitglieder konnten bisher als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ ausgezeichnet werden. Dadurch wird das Engagement für die Radverkehrsförderung gewürdigt und gleichzeitig ein An-sporn gegeben, diesen Weg weiter zu beschreiten. Mit der 4. Bayerischen Fachtagung Radverkehr, die 2017 erstmals zusammen mit dem Bayerischen Innenministerium durchgeführt wird, konnte eine Veranstaltung zu Themen der Radverkehrsförde-rung etabliert werden, die auch Nichtmitgliedern offen steht. Neben der Fortführung und Verbesserung bewährter Formate wie STADTRADELN, Seminaren oder Publikationen werden wir in diesem Jahr mit der Durchführung von StVO-Modellprojekten zur Radverkehrsförderung und dem Start von Inhouse-Seminaren weitere Wünsche unserer Mitgliedskommunen aufgreifen. Daneben wollen wir über einen Wettbewerb besonders vorbildliche Projekte der Radverkehrsför-derung in unseren Kommunen finanziell unterstützen.

Es gibt aber auch noch zahlreiche Aufgabenstellungen, die engagiert weiter verfolgt werden müssen. Nennen kann man hier die Themen Radschnellwege und deren Fi-nanzierung, die Förderung von Fahrradabstellanlagen, die zunehmende Flächenkon-kurrenz zwischen MIV und Radverkehr im urbanen Bereich oder die Radverkehrsför-derung im ländlichen Bereich und das noch nicht mögliche Fahrradleasing im öffentlichen Dienst.

Ich darf mich nochmals bei allen bedanken, die den Verein in den letzten Jahren engagiert unterstützt und sich dadurch für eine Verbesserung des Radverkehrs in Bayern und damit für mehr Lebensqualität in unseren Kommunen eingesetzt haben. Meiner Nachfolgerin wünsche ich viel Freude und Erfolg in ihrem neuen Aufgabenbereich.

Thomas Neubauer

Veröffentlicht am: 31.03.2017