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Aschaffenburg: 3. Platz beim Deutschen Fahrradpreis

Mit der Kampagne “Miteinanderzone” gewinnt die Stadt Aschaffenburg beim diesjährigen Deutschen Fahrradpreis. Die AGFK Bayern Mitgliedskommune erreicht mit dieser Kampagne den 3. Platz der Kategorie “Kommunikation” und erklärt, was es sich mit der “Miteinanderzone” auf sich hat:

Das Zentrum der Stadt ist geprägt durch einen weitläufigen Fußgängerzonen- und Geschäftsbereich, der Altstadt, Bahnhof und das Einkaufszentrum „City-Galerie“ miteinander verbindet. Lange Zeit war den Fahrradfahrern die Nutzung der Fußgängerzone und des angrenzenden Stadtparks Schöntal nicht gestattet. Für Fahrradfahrer existierte keine direkte Verbindung durch die Innenstadt. Um diese Situation zu ändern und gerade die Innenstadt fahrradfreundlicher und vor allem für Kinder sicherer zu gestalten, wurde gemeinsam mit der Polizei und der Initiative „Familienfreundliches Radeln in Aschaffenburg“ (FaRad) die Kampagne „Miteinanderzone“ ins Leben gerufen. 2012 startete die Testphase, die Fußgängerzone sowie den Park für den Radverkehr freizugeben . Dabei wurde ein Jahr lang das Miteinander von Fahrradfahrern und Fußgängern erprobt. Mit der Kampagne sollte das rücksichtsvolle Verhalten der Radfahrenden gegenüber Fußgängern vermittelt und an gegenseitiges Verständnis appelliert werden. Neben breit angelegten Informationsveranstaltungen mit Infoständen in der Fußgängerzone zu Beginn, in der Mitte und zum Ende des Testzeitraums beinhaltete die Kampagne einen Auftaktworkshop und Öffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien wie der lokalen Presse und der städtischen Homepage. Die Informationsstände wurden vom Stadtplanungsamt in Zusammenarbeit mit dem ADFC, der Polizei und der Initiative FaRad durchgeführt. Als Kampagnenmaterial wurden Flyer, Aufkleber, Luftballons, Plakate, Banner und Bodenaufkleber am Eingang der Fußgängerzone eingesetzt und verteilt, um auf die Aktion aufmerksam zu machen. An den Ständen kamen die Beteiligten mit Passanten und Radfahrern ins Gespräch und erhielten zum Großteil positive Resonanz zu dem Vorhaben.

Insgesamt kam die Kampagne sehr gut an und die Testphase konnte mit großem Erfolg abgeschlossen werden, sodass die Freigabe des Radverkehrs in der Fußgängerzone und dem Stadtpark Schöntal verstetigt werden konnte. Auch heute, zwei Jahre nach der Testphase, werden die Fußgängerzone und der Park gerne von Radfahrern genutzt. Durch gegenseitige Rücksicht und Toleranz funktioniert ein gutes Miteinander, was die Attraktivität des Fahrradfahrens vor allem in der Innenstadt von Aschaffenburg deutlich erhöht hat.

Außerdem wurden weitere Events zum Thema Radfahren in den Zeitraum mit eingebunden. So fand beispielsweise das Stadtradeln während der Testphase statt und die Stadt führte Verkehrszählungen in der Fußgängerzone durch, um festzustellen, wie viele Fahrradfahrer diesen Bereich nutzen und wie viele davon sich an die „Miteinanderzone“ durch rücksichtsvolles Fahren halten. Das Ergebnis zeigte, dass 90% der Fahrradfahrenden mit Bedacht fahren und die Fußgänger im Blick haben. Vor allem die Polizei unterstützte die Aktion von Beginn an und beführwortete die Freigabe der Fußgängerzone, was schließlich auch zu einer hohen Akzeptanz beitrug.

Projektmanagement
• Stadtplanungsamt Aschaffenburg
Kontakt
• Ansprechpartner: Bettina Klinkig
• Anschrift: Stadt Aschaffenburg – Stadtplanungsamt, Dalbergstraße 15,63739 Aschaffenburg
• Telefon: 06021/3 30-13 83
• E-Mail: bettina.klinkig@aschaffenburg.de
• Projekthomepage: www.aschaffenburg.de/radverkehr/

Copyright Bilder: Stadt Aschaffenburg

Veröffentlicht am: 19.11.2015